Gewerbsmäßige Zucht und Haltungsempfehlung von Kornnattern

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SadisticSmartass91
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Gewerbsmäßige Zucht und Haltungsempfehlung von Kornnattern

#1 Beitrag von SadisticSmartass91 »

Aus aktuellem Anlass gebe ich hier einige (neue alte) Informationen für alle die Kornnattern halten und hobbymäßig züchten. Es darf gerne über diese diskutiert werden und ich halte euch natürlich auch auf dem Laufenden bez. etwaiger Änderungen und neuer Erkenntnisse.

Ich hatte die Tage das Veterinär- und Ordnungsamt bei mir wegen meiner Schlangenzucht. Auslöser war wohl das ich eine Verkaufsanzeige mit Futterschlangen bei deine-tierwelt geschaltet hatte (und ggf. das ich nach Löschung dieser mich mit dem Chef des Kundenservice angelegt hatte), zumindest sind sie über diese Anzeige auf mich aufmerksam geworden.

Folgende Punkte gibt es zu diskutieren:

1. „Gewerbsmäßige Zucht“
Die Regelungen zur Gewerbsmäßigen Zucht sind den meisten wohl bekannt, hier nochmal im Ausschnitt aus dem entsprechenden Gesetz (Allgemeinen Verwaltungsvorschriften zur Durchführung des Tierschutzgesetzes, Absatz 12 zu §11 des Tierschutzgesetzes):

12.2.1.5 Gewerbsmäßig im Sinne der Nummer 3 handelt, wer die genannten Tätigkeiten selbständig, planmäßig, fortgesetzt und mit der Absicht der Gewinnerzielung ausübt.
12.2.1.5.1 Die Voraussetzungen für ein gewerbsmäßiges Züchten sind in der Regel erfüllt, wenn eine Haltungseinheit folgenden Umfang oder folgende Absatzmengen erreicht:
[- …]
- Reptilien: mehr als 100 Jungtiere pro Jahr, bei Schildkröten: mehr als 50 Jungtiere pro Jahr
Ein gewerbsmäßiges Züchten liegt in der Regel vor, wenn bei Vögeln […] oder bei sonstigen Heimtieren ein Verkaufserlös von mehr als 4000 DM jährlich zu erwarten ist.“


Zu finden ist das Ganze auch hier: http://www.verwaltungsvorschriften-im-i ... 220006.htm

Laut der bei mir vorstelligen Amtstierärztin gibt es neben der Gewerbsmäßigen Zucht mit Gewinnerzielungsabsicht auch die Gewerbsmäßige Zucht OHNE Gewinnerzielungsabsicht. Diese liegt wohl vor wenn die Zucht selbständig, planmäßig, fortgesetzt und ohne Absicht der Gewinnerzielung ausgeübt wird, also bei jedem klassischen Hobbyzüchter.
Um gewerbsmäßig zu züchten brauche ich laut Ihrer Aussage also weder einen Gewinn noch die Absicht überhaupt einen zu erzielen. Gefunden habe ich hierzu noch keinen entsprechenden Gesetzesabsatz, -text oder ähnliches.
Was ich gefunden habe ist, dass natürlich die Absicht reicht auch wenn man keinen Gewinn erzielt (https://www.akademie-tierhaltung.de/sac ... -tierschg/), aber das ist ja bekannt.

Ich werde die Dame nochmal nach dem entsprechenden Gesetzestext/Rechtshintergrund fragen, denn den muss es ja geben und sie sollte ihn kennen. Ich finde ihn zumindest nicht, und ich habe 6 Jahre Studium hinter mir (bin also geschult im ausfindig machen von Quellen etc.).
Nehmen wir jetzt aber mal an, dass das tatsächlich so stimmt. Demnach wären alle Tierhalter, die jährlich Jungtiere haben und diese Verkaufen gewerbliche Züchter. Ihr Beispiel frei zitiert: „wenn ihre Katze 6 Junge wirft und sie verkaufen auch nur eins davon sind sie gewerblicher Züchter und benötigen die entsprechende Erlaubnis zur Zucht“.
Und wie genau man diese entsprechende Erlaubnis bekommt findet man z.B. hier ganz gut erklärt:
http://www.vgsch.de/index.php?id=55&L=0 ... 5447e14e7d

Die wichtigsten Punkte sind hier wohl der Sachkundenachweis nach §11 des Tierschutzgesetzes und die Erlaubnis der zuständigen Behörde (also Veterinär- und Ordnungsamt).
Um diese Erlaubnis zu erlangen müssen die Räumlichkeiten und auch die verantwortlichen Züchter für geeignet erklärt werden infolge einer Besichtigung/Begutachtung.
Und hier kommt das nächste Problem, denn zumindest bei mir halten sie sich an folgende Richtlinien, die zwar nur Empfehlungen (eine von vielen) und keine gesetzliche Vorgaben sind, aber wohl genauso umgesetzt werden müssen (PDF-Dokument):
https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q= ... jbwEZu94CF

Diese gelten übrigens nicht nur für Züchter sondern auch für normale Halter. In einigen Punkten stimme ich zu, aber vieles ist auch mehr als fragwürdig. Vor allem ist diese Empfehlung auf normal gehaltene, robuste Kornnattern und nicht auf für die Zucht verwendete Tiere (man muss ja teilweise schon von hochgezüchteten Designermorphen reden, die weniger robust sind) ausgelegt.
Also kommen wir zum 2. Punkt den es zu diskutieren gibt, mit einigen Anmerkungen von mir zu den wichtigsten Punkten der Empfehlung:

2. Haltungsbedingungen

Punkt 1: Terrariengröße und Rackhaltung von Jungtieren
Die Mindest-Terrariengröße für Kornnattern (1 x 0,5 x 1 der Körperlänge) ist nicht nur auf sub-/adulte Tiere sondern auch auf Jungtiere anzuwenden.
Eine Rackhaltung in Boxen ist nach Aussage der Amtstierärztin nicht mehr erlaubt, die Tiere müssen in Terrarien gehalten werden, da scheint sie sich aber geirrt zu haben. Hierzu habe ich ein Dokument gefunden, das besagt das eine Rackhaltung bei Jungtieren erlaubt ist, die Behältnisse sind aber nach den vorgegebenen Mindestmaßen zu wählen und brauchen neben einer Wasserschale natürlich auch Verstecke. Zu finden ist das hier (PDF-Datei):
https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q= ... 3cSgO--hn5

Das ist jetzt meiner Ansicht nach kein Drama und absolut umsetzbar, auch wenn es einiges verkompliziert (platz- und geldtechnisch gesehen). Ich bin ja eh schon dabei meinen Bestand zu reduzieren (wie jedes Jahr wieder nach der Zuchtsaison), werde aber wohl doch mehr Tiere abgeben müssen als ursprünglich geplant. Zudem brauche ich reihenweise neue Terrarien, die habe ich nämlich noch nach den Mindestmaßen von vor 2016 (1 x 0,5 x 0,5 der Körperlänge) gebaut. Ein weiteres Zimmer wäre jetzt auch nicht schlecht.

Punkt 2: Bodengrund und Feuchtigkeit im Terrarium
Hier wird als geeigneter Bodengrund nur von Gemischen aus Erde, Sand, Lehm und Torf geredet. Holzspäne o.ä. wird nicht bedacht.
Eigentlich kein Drama, aber für die Zucht ist m.M.n. eine hygienischere Umgebung besser geeignet. Holzspäne ist einfach viel besser zu reinigen als Erde, bietet keinen Nährboden für (die meisten) Mikroorganismen etc. und ist natürlich auch wesentlich günstiger. Einen Nachteil durch die Haltung auf Holzspänen sehe ich ebenfalls nicht, darin können die Tiere genauso buddeln wie in Erde und sie verstopft die Nasenlöcher nicht.
Der einzige Punkt der für mich für eine Bevorzugung von Erde sprechen würde, ist die Feuchtigkeit.
Denn laut der Empfehlung ist der Bodengrund in der Tiefe stets feucht zu halten.
Dies sehe ich als geringfügig problematisch, da die andauernde Feuchtigkeit Schimmelbildung und die Ansiedlung von Mikroorganismen begünstigt. Ist natürlich machbar (man sieht es ja bei Feuchtraumterrarien), aber verkompliziert die Haltung von der eigentlich anspruchslosen, einfach zu haltenden Kornnatter etwas.
Hier würde ich erfragen wollen, ob die Verwendung von Wetboxen ausreichend ist.

Punkt 3: Nachtabsenkung
Die Temperatur in den Terrarien ist Nachts auf unter 20°C abzusenken.
Also ich weiß nicht wie das bei euch aussieht, aber ich bin froh wenn ich im Sommer unter 26°C in meinem Zimmer habe. Genauso geht es wohl auch vielen anderen Haushalten und die meisten Privathalter halten ihre Tiere nun mal dort wo man sie auch sehen kann, also im Wohnzimmer etc. und nicht in einem extra Zimmer oder sogar Keller. Der Keller wäre wohl der einzige Raum im Haus, wenn vorhanden, wo so eine Nachtabsenkung möglich ist wenn man nicht gerade eine Klimaanlage im Haus verbaut hat.
Meiner Meinung nach absolut utopisch und als studierte Biologin sehe ich hier auf Anhieb keine Notwendigkeit für eine Nachtabsenkung bei Kornnattern, weder gesundheitlich noch psychologisch.
Hierfür würde ich nochmal nach entsprechenden wissenschaftlichen Papern suchen, die halt eine Notwendigkeit belegen oder eben wiederlegen.

Punkt 4: Winterruhe
Den Tieren ist „eine Winterruhe zu ermöglichen“. Und hierbei wird von einer „harten“ Winterruhe geredet: von Ende Oktober bis Februar/März bei 8-12°C. Diese sollte im Terrarium stattfinden, so wie ich das herauslese.
Allein die Wortwahl finde ich problematisch, denn wie soll man seiner Kornnatter eine Winterruhe „ermögliche“ ohne sie zu zwingen. Vor die Wahl stellen wäre wohl etwas problematisch und ich bezweifle das sich je ein Tier freiwillig dazu entscheiden würde in ein kühleres Terrarium zu kriechen.
Zudem sehe ich hier, genau wie bei der Nachtabsenkung, keine gesundheitlichen oder psychologischen Gründe.
Das auch die in freier Wildbahn lebenden Kornnattern nur eine Winterruhe machen wenn sie müssen (Verbreitungsgebiet), spricht dafür das diese nicht unbedingt notwendig ist.
Für eine normale, gesunde Kornnatter mit ausreichend Reserve sprich Gewicht sehe ich, bis auf ein wenig Stress, aber auch keine großen Nachteile einer Überwinterung.
Bei Zuchttieren verhält sich das jedoch anders. Laut den Vorgaben müsste ich bereits jetzt aufhören meine Tiere zu füttern. Viele meiner Zuchtweibchen haben aber aufgrund ihrer späteren Eiablage oder eines Zweitgeleges noch nicht wieder über 300g, also keinerlei Reserve für eine Winterruhe. Auf diesen Punkt wird aber in der Empfehlung nicht eingegangen. Würde ich jetzt so ein 200g Tier in die Winterruhe schicken, hätte sie im März wahrscheinlich nur noch 150g. Und das zu Beginn der Paarungszeit. Wie ich meine Zuchtmädels kenne, würde dieses Tier trotzdem Eier ausbilden und ggf. auch legen egal ob ich sie verpaare. Auch einige meiner Männchen haben längere Zeit das Futter verweigert und m.M.n. nicht ausreichend Gewicht für eine Überwinterung.
Dies ist nicht mit dem Tierwohl vereinbar und sollte deutlich besser erläutert werden.
Auch die Winterruhe von Jungtieren sehe ich als eventuell problematisch, da sie zu einem Einschnitt im Wachstum führt der später problematisch werden könnte und ggf. nicht wieder ausgeglichen werden kann. Dies wird hier auch nicht erwähnt. Hat das Jungtier schon mehrfach gefressen, also eine Reserve aufgebaut ist das denke ich ok auch eine Winterruhe durchzuführen. Vorausgesetzt das Tier soll später nicht verpaart werden. Sicher würde man es auch schaffen Jungtiere mit regelmäßiger Winterruhe auf das gleiche Gewicht zu füttern wie eine Tier das nicht überwintert wird, aber ein Tier so schnell „hochzufüttern“ ist m.M.n. nicht gesund.
Hierüber dürfen gerne auch die Leute die eine Winterruhe halten diskutieren, ich hab da ja nicht wirklich viel Erfahrung.

Punkt 5: Kornnatterzucht
Zitat: „Aufgrund des Überangebots von Kornnattern sollte auf eine Zucht verzichtet werden“
Naja, den Hintergedanke verstehe ich zwar aber ob das in eine Haltungsempfehlung gehört weiß ich nicht so recht. Zeigt aber die Grundhaltung mit der diese Empfehlung erstellt wurde.
Kann man meiner Meinung nach so stehen lassen, sofern Amtstierärzte dies jetzt nicht als Grundlage sehen jede Zucht ohne weitere Überprüfung zu verbieten nur weil es eine Zucht ist.

Punkt 6: Fütterungsintervall
Zitat: „Eine Fütterung sollte, außer bei ganz jungen Tieren, nicht häufiger als einmal pro Monat stattfinden“.
Diese Formulierung ist eindeutig nicht ausreichend und kann zu tödlichen Missverständnissen führen.
Selbst meine 400g+ Liebhabertiere kriegen alle 3 Wochen ne Maus. Würde ich die 1mal im Monat füttern müsste ich denen halt 2 Mäuse geben (das kann bei ungünstigen Temperaturen auch schief gehen, aber die Empfehlung geht ja von anderen Temperaturen aus). Allerdings würde ich dann bei Einhaltung der Winterruhe nur auf max. 7 Fütterungen im Jahr kommen.
Für ausgewachsene, sehr gut genährte Kornnattern wäre das wahrscheinlich kein großes Problem. Aber mir fehlt hier eindeutig ein Absatz, der beschreibt das die Tiere nach individuellem Bedarf (Abhängig von Alter, Gewicht, Aktivität, Umgebungstemperatur, Stoffwechsel etc.) gefüttert werden müssen, inklusive einer Abstimmung von Futtermenge und Futterintervall.
Für Zuchttiere gilt diese Fütterungsempfehlung schon mal gar nicht, die würden mir reihenweise Verhungern.
Solange die Tiere noch im Wachstum sind, also bis sie mit 3-4 Jahren und 300g+ Gewicht (200g+ bei kürzeren Tieren oder z.B. Cinder) als adult gelten, sollte möglichst wöchentlich, bei subadulten Tieren mind. alle 2 Wochen gefüttert werden. So zumindest meine Meinung.

Das soweit also dazu. Es gibt noch mehr, kleiner Punkte in der Empfehlung die mir ein Fragezeichen ins Gesicht zaubern (z.B. das Kornnatter Länge bis 180cm erreichen und meistens tagaktiv sind), aber vielleicht habe ich mich da ja irgendwo falsch belesen. Meinungen? Erfahrungen?
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Re: Gewerbsmäßige Zucht und Haltungsempfehlung von Kornnattern

#2 Beitrag von MH-Kornnattern »

So wie mir 2012 vom Veterinäramt Karlsruhe, was ich damals zu Besuch hatte, als ich noch In KA gewohnt hatte, gesagt wurde, wirst du als Kornnatter-Züchter vom Veterinäramt nur dann als Gewerbetreibender geführt, wenn du einen entsprechenden Sachkundenachweis vorweisen kannst, auch wenn du kein Gewerbe angemeldet hast.
Hast du den SKN nicht, kann dir auch kein Amt damit kommen, dass du gewerbsmäßig züchten würdest, egal ob mit oder ohne Gewinnabzielung.
Es sind nur gemeinnützige Organisationen, die dem allgemeinen Wohl dienen, auf "keinen Profit" aus.
Als Gewerbetreibender müsstest du auch Abgaben ans Finanzamt leisten, Umsatzsteuer beim Tierverkauf mit angeben, deinen Kunden eine Rechnung und jährlich eine Geschäftsbilanz erstellen ... das sind unwiderlegbare Fakten.
Bild
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Re: Gewerbsmäßige Zucht und Haltungsempfehlung von Kornnattern

#3 Beitrag von SadisticSmartass91 »

Alsooo, ich habe schonmal ein paar Antworten, ganz schön chaotisch die deutschen Gesetze...
Es gibt da wohl noch einen Unterschied zwischen den Ansichten des Tierschutzgesetzes und dem Finanzamt. Laut Tierschutzgesetz wird man als gewerbsmäßig eingestuft wenn...siehe oben. Das hat aber nichts mit der Einstufung vom Finanzamt/Steuergesetzgebung zu tun. Die Bewerten das anhand anderer Maßstäbe, es kann also sein das man laut dem TSchG gewerbsmäßig ist, laut dem Finanzamt aber nicht also auch kein Kleingewerbe anmelden kann.
Meine Frage, ob sie mir den entsprechenden Gesetzestext geben kann, der besagt das eine Zucht laut TSchG auch ohne Gewinnerzielungsabsicht als gewerbsmäßig anzusehen ist, hat die Amtstierärztin noch nicht beantwortet/übergangen/übersehen/missverstanden. Da werde ich nochmals nachhaken, sie verweist mich nur auf die "Kommentare zum TSchG (Hirt/Maisack/Moritz). Da habe ich noch nicht nachgeguckt was die denn so schreiben, denn irgendwie komme ich da nicht ran außer ich kaufe das. Vielleicht ist es ja das was ich bereits gefunden hatte.
Auf meinen Vorschlag eine andere Haltungsempfehlung als die der TVT zu nehmen ist sie zwar eingegangen, aber sie steht weiterhin dazu sich an diese Empfehlung zu halten.

Grob habe ich folgende Auflagen bekommen, welche auch gut umzusetzen sind:
1. Alle Tiere über 40cm sind in Terrarien der Maße 1x0,5x1 der Körperlänge der Tiere zu halten.
Das ist bereits in Planung.
2. Einhaltung der Temperaturen (24-28°C, Sonnenplatz 30-35°C), Nachtabsenkung wenn möglich
Die Temperaturen halte ich soweit bereits ein, ich muss nur die entsprechenden Messgeräte anbringen (siehe Punkt 3) um dies auch nachzuweisen
3. Jedes Terrarium und jeweils 1 Rackbox pro komplex sind mit Thermometern und Hygrometern auszustatten
Da habe ich tatsache "geschlampt", die Temperaturen messe ich normal beim Einlaufen des Terrariums an verschiedenen Stellen um die richtige Wattstärke für die Lampe zu bestimmen,
ansonsten habe ich keine Messgeräte in den Terrarien
4. Rackhaltung von Jungtieren nur bis zu einer Länge von 40cm, die gestellten Anforderungen hier sind:
a. Maße der Boxen mit 1x0,5x0,5 der Länge der Tiere, also Boxen mit den Maßen 40x20x20cm
b. ausreichend Belüftung + Beleuchtung (ich denke hier ist Tageslicht durch Fenster gemeint) + Nachtabsenkung wie oben beschrieben
c. geeigneter Bodengrund (hier frage ich nochmal nach), Versteckmöglichkeit, Wasserbecken und Wetbox (die habe ich bisher nur für einen Teil der Jungtiere)
d. max. 2 Tiere bei oben genannter Boxengröße (ich halte die Tiere eigentlich einzeln, mit Ausnahme meiner Futterschlangen auf die sich diese Angabe wohl bezieht)
5. Winterruhe für Tiere die ursprünglich aus den entsprechenden gemäßigten Zonen stammen in denen Kornnattern Winterruhe halten, natürlich nur wenn das Tier ausreichend Reserve hat

Zusätzlich muss ich das tun was ich bereits seit Jahren mache: ein Bestandsbuch führen.
Darin muss folgendes verzeichnet sein: "Zu- und Abgänge jeden Tieres mit Datum und genauen Angaben über die Herkunft und den Verbleib des Tieres, die Tiere müssen wiedererkennbar beschrieben/dokumentiert werden, Herkunftsregion, Erkrankungen, tierärztliche Behandlungen und andere Behandlungs- und Prophylaxemaßnahmen"

Also alles doch halb so wild, das kann ich relativ problemlos umsetzen. Ein paar Fragen habe ich zwar noch, das wird sich die Tage aber hoffentlich klären.
Was sie bei den Auflagen scheinbar vergessen hat, ist der Sachkundenachweis den ich noch machen müsste.
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