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Beitrag Verfasst: Fr 24. Mär 2017, 09:18 
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Ich such grad nach Alternativen zu Erde aus dem Garten oder Wald und da kam mir die Idee, dass ich auch theoretisch zu meinem Komposter laufen könnte und dort die zu Humus zersetzen Grünabfälle, die ohne Beschleuniger zersetzt sind, zusätzlich zu der Blumenerde mit ins Terrarium packen könnte.
Die nützlichen Helferchen, wie Regenwürmer, Asseln und Springschwänze sind dort ja auch enthalten und der Humus ist auch noch Nährstoffreich, was den echten Planzen zugute kommen würde.

Haltet ihr die Alternative für sinnvoll, oder was spricht eurer Meinung nach dagegen?


Zuletzt geändert von MH-Kornnattern am Mo 17. Apr 2017, 17:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag Verfasst: Fr 24. Mär 2017, 14:22 
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Ich wäre da vielleicht etwas vorsichtig.

Im Humus sind nicht nur "Helferchen" sondern vielleicht auch der ein oder andere Schädling (Holzkäfer etc.) die sich vielleicht in deiner Wohnung ausbreiten können. Deinen Laminat oder Parkett bzw. die Möbel angreifen können. Genauso Pilzsporen und Bakterien könnten drin sein die für Tiere und Menschen nicht so toll sind.

Ich würde mir das gut überlegen...Wenn du echte Pflanzen im Terra hast würde ich diese ebenfalls so auswählen, dass sie ziemlich robust und Pflegeleicht sind. Dann braucht man auch nicht so viele Helferchen ;-))

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Beitrag Verfasst: Fr 24. Mär 2017, 20:45 
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DEEZNUTZ hat geschrieben:
Ich wäre da vielleicht etwas vorsichtig.
Im Humus sind nicht nur "Helferchen" sondern vielleicht auch der ein oder andere Schädling (Holzkäfer etc.) die sich vielleicht in deiner Wohnung ausbreiten können. Deinen Laminat oder Parkett bzw. die Möbel angreifen können. Genauso Pilzsporen und Bakterien könnten drin sein die für Tiere und Menschen nicht so toll sind.

Ich würde mir das gut überlegen...Wenn du echte Pflanzen im Terra hast würde ich diese ebenfalls so auswählen, dass sie ziemlich robust und Pflegeleicht sind. Dann braucht man auch nicht so viele Helferchen ;-))


Wenn ich das von der Seite betrachte .. ok ... dann doch eine Schaufel normale Erde aus dem Garten ...

Echte Pflanzen nehm ich nur Efeutute, die sind ja sehr robust und davon gibt's ja auch mehrere Sorten.
Hab mir erst diese Woche bei uns im Obi-Baumarkt welche mitgenommen, obwohl ich da nur zum Spielzeuglack holen war.

Bild-Efeutute
Links oben: 2x Efeutute "Aureum"
Links unten: 2x Efeutute "Marble Queen"
Rechte Seite: 4x Efeutute "N Joy"

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Beitrag Verfasst: So 16. Apr 2017, 15:06 
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Hallo Michael.

Ich gehe mal davon aus, dass deine Suche nach einer Alternative zur "normalen" Erde als Einstreu eher von der begrenzten Auswahl an Pflanzen gesteuert war, die sich so im Terrarium erfolgreich halten lassen.

Vor Zeit einiger hatte ich in einem anderen Forum mal eine pflanzliche und auch sehr kostengünstige Alternative gepostet, die sich bei uns sehr gut auch mit Normalerde entwickelt haben.

Heimische Wildpflanzen im Terrarium

Ich habe in den letzten Monaten damit begonnen Wildpflanzen, die überall in der BRD verbreitet zu finden sind, auf ihre Tauglichkeit als dauerhafte Terrarienbegrünung zu testen.

Das soll auch mal ein Denkanstoß für die Bepflanzung-Gegner sein, die aus Kostengründen und/oder wegen des vermehrten Pflegeaufwands keine oder nicht unbedingt für Kornnattern eignete Pflanzen (z. B. Kakteen) zum Einsatz bringen.

Auswahlkriterien für mich waren, das die Pflanzen nicht zu hoch wachsend (< 50 cm), ohne erhöhten Pflegeaufwand und geeignet für die dauerhafte Haltung in einem Kornnatter-Terrarium bei den dafür notwendigen Temperatur- und LF-Werten sind.

Gute Nachricht vorab. Es gibt sie und es hat gut funktioniert!

Aber nicht alle getesteten Pflanzen sind gleichgut geeignet. Die Gruppe der blühenden Rankpflanzen, wie z.B. Zaun-Wicke (Vicia sepium), Luzerne ((Medicago sativa) oder bunte Kronwicke (Coronilla varia) ,sind leider nicht ganzjährig "aktiv" bzw. verdörren im Herbst und müßten im Frühjahr immer neu eingesät werden.

Gut funktioniert hat bei mir die Bepflanzung mit folgende, ganzjährig immer grünen Wildpflanzen:

Moose:

Weißmoose (Leucobryum) https://de.wikipedia.org/wiki/Leucobryum
Zur Gruppe der Weißmoose (Leucobryum) gehören verschiedene, überall bei uns verbreitete Moose.
Das von mir bevorzugte Gemeine Weißmoos (Leucobryum glaucum) https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeines_Wei%C3%9Fmoos ist sehr robust und bildet nur eine sehr lose Verbindung (keine Verwurzelung) mit ihrem Untergrund (Erde, Holz oder Stein). Regelmäßiges Besprühen und/oder einmal die Woche über Nacht in eine bis zur halben Pflanzenhöhe gefüllte Wasserschale stellen, dann bleibt das Moss ewig schön.

Torfmoose https://de.wikipedia.org/wiki/Torfmoose hat viele Unterarten, die hauptsächlich auf Baumrinden von (abgestorbenen) Laubbäumen wachsen. Ich habe es mit Sparriges Torfmoos (Sphagnum squarrosum) versucht.
Besonders dekorativ und langlebig im Terrarium sind sie, wenn man sie mit der von ihnen "befallenen", abgestorbenen Rinde(Stück) ins Terrarium integriert. Regelmäßig kalkfrei besprühen, sonst werden sie schnell gelblich; sind aber auch dann noch schön.

Kleinwüchsiger Farn:

Mauerraute (Asplenium ruta-muraria)https://de.wikipedia.org/wiki/Mauerraute
Eignet sich hervorragend zur Begrünung der Ritzen in echten Steinaufbauten, aber auch die selbstgebauten Rückwände sollten sich damit evtl. begrünen lassen. Notfalls im Gartenhandel (evtl. Bezugsquelle) nachfragen, wie der Anwuchs zu realisieren ist.

Blühende Pflanzen:

Wegeriche https://de.wikipedia.org/wiki/Wegeriche
Die bei uns wohl verbreitesten Unterarten dieses robusten "Unkrauts" sind der Breitwegerich (Plantago major) und der Spitzwegerich (Plantago lanceolata). Wo die nicht mehr wachsen bzw. zu finden sind, wächst garnichts mehr. Besonders der Spitzwegerich ist eine schöne und anspruchslose Pflanze, die sich z. B. auch hervorragend als Solitär-Pflanze eignet.

Breitblättriger Thymian (Thymus pulegioides) https://de.wikipedia.org/wiki/Breitbl%C ... er_Thymian
Die Pflanzen bleiben draussen sogar im Winter bei Kälte grün und geben in der Blütezeit einen angenehmen Duft ab.

Kriechender Günsel (Ajuga reptans) https://de.wikipedia.org/wiki/Kriechender_G%C3%BCnsel
Lustiger Name und mein absoluter Favorit für die "blühende" Terrarienbepflanzung. Der muss regelrecht an der Verbreitung im Terrarium gehindert werden, sonst ist der überall. Aber die lange Blütezeit im Terrarium ist der Hammer. Da ist das Bid bei Wikipedia eher armselig. Nächstes Jahr mach ich mal ein paar von meinen blühenden Terrarien.

Manche der hier vorgestelten Wildpflanzen sind sicher auch über Pflanzcenter etc. käuflich erhältlich.

Vorsichtshalber sollte dann aber die beim Kauf vorhandene Erde bei diesen Pflanzen weitestgehend vor dem Umpflanzen ins Terrarium schonend (z. B. in/mit Wasser) entfernt werden.
Nicht alles, was Gärtner in ihre Verkaufspflanzen packen, ist immer dauerhaft gut für Tier und Pflanze.


Gruß Jost

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Beitrag Verfasst: Mo 17. Apr 2017, 17:50 
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Jost L. hat geschrieben:
Hallo Michael.

Ich gehe mal davon aus, dass deine Suche nach einer Alternative zur "normalen" Erde als Einstreu eher von der begrenzten Auswahl an Pflanzen gesteuert war, die sich so im Terrarium erfolgreich halten lassen.

Gruß Jost


Hallo Jost,

da liegst du komplett falsch, hat Nichts mit Pflanzen zu tun ... les dir meinen Eröffnungspost durch, dann solltest du im Grunde wissen, worum's geht.

Gruß, Michael

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Beitrag Verfasst: Mo 17. Apr 2017, 21:55 
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Hallo.

Dann entschuldige bitte mein Versehen.

Wir haben auch ohne zusätzlichen Humus ausreichende Mengen Würmer, Springschwänze, Kellerasseln etc. in der Einstreu-Erde.

Daher hatte ich deinen Wunsch, mehr Humus/Kompost in die Erde einzubringen eher der Pflanzendüngung zugeordnet und dir die anspruchslosen Wildpflanzen als Alternative zur Efeutute vorgeschlagen.

Der Einsatz dieser (Wild)pflanzen, besonders der selbstgesammelten Moose, hat sich bei uns auch sehr positiv auf die Vielfalt und Menge der Kleinstlebewesen in der Einstrreu ausgewirkt.

Gruß Jost

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Beitrag Verfasst: Mo 17. Apr 2017, 23:35 
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Du musst dich nicht entschuldigen, ist doch Alles gut :up:

Ich hab ein Blumenerde/Normalerde-Gemisch und hab auch genug Gesundheitspolizei drin.
Im Garten hab ich mehr Moos, als es mir lieb ist, denn der Vorbesitzer vom Haus hat da 5 Jahre lang Nichts gemacht und nun ist da eine Schicht Moos komplett auf der Erde, gemischt mit Wildgras, Löwenzahn, irgendwelche Bodendecker und sonst noch alles Mögliche.
Ich lass das auch erstmal so, denn dann haben die einheimischen Krabbel- und Flugtierchen schon wieder einen schönen Wildgarten. :love:
Von daher ... wenn ich wildwachsende Pflanzen bräuchte, müsst ich nur knapp 10 Meter aus der Haustüre raus und sammeln ;)

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